KI-Sichtbarkeits-Audit: Warum ChatGPT Sie (noch) ignoriert
Sie fragen ChatGPT: „Welchen [Anbieter] in [Ort] kannst du empfehlen?"
Ihr Wettbewerber wird genannt.
Sie nicht.
Das ist schlecht.
Aber zu ändern.
Warum kennt ChatGPT meinen Wettbewerber – aber nicht mein Unternehmen?
Eine KI arbeitet mit Informationen.
Was bietet das Unternehmen an? Wo ist es tätig? Für wen? Welche Leistungen gehören konkret zum Angebot? Gibt es Bewertungen? Stimmen die Unternehmensdaten? Wird das Unternehmen auch auf anderen relevanten Seiten erwähnt?
Je eindeutiger dieses Bild ist, desto besser kann eine KI das Unternehmen einordnen und bei passenden Kundenfragen als Antwort nennen.
Wie KI-Sichtbarkeit für regionale Unternehmen grundsätzlich funktioniert, erfahren Sie hier.
Umgekehrt bedeutet das: Die KI findet keine eindeutigen Informationen zu Ihrem Unternehmen – die KI nennt Ihr Unternehmen nicht.
Warum sind einheitliche und vollständige Informationen für KI-Systeme so wichtig?
Auf Ihrer Website steht eine Leistung anders als im Google-Unternehmensprofil. In einem Verzeichnis findet sich eine andere Hausnummer als im Impressum. Eine wichtige Leistung wird zwar angeboten, aber nirgends konkret beschrieben.
Menschen erschließen vieles aus dem Gesamtbild der Informationen. KI-Systeme arbeiten mit dem, was sie finden und zuordnen können.
Was ist ein KI-Sichtbarkeits-Audit?
Ein KI-Sichtbarkeits-Audit ist eine strukturierte Analyse, die überprüft, wie gut Ihr Unternehmen in der KI-Suche gefunden, verstanden und empfohlen wird.
Konkret heißt das: Eine gepflegte Website mit allen Informationen zu Ihrem Unternehmen ist ein Anfang – aber die KI will mehr.
Unternehmensdaten. Profile. Verzeichnisse. Bewertungen. Externe Erwähnungen. Technische Grundlagen. Website-Content.
Aus all diesen Informationen formt die KI ein Gesamtbild.
Der Audit macht dieses Bild sichtbar. Wie der Content-Audit diese Faktoren konkret prüft, erfahren Sie auf der Leistungsseite.
Wie finde ich heraus, was ChatGPT über mein Unternehmen weiß?
Das lässt sich testen. Mit Fragen, die ein potenzieller Kunde tatsächlich stellen würde.
Zum Beispiel:
„Welche Steuerberater in Saarbrücken beraten kleine Unternehmen?"
„Welcher Dachdecker in Trier übernimmt Flachdachsanierungen?"
„Wo finde ich in Koblenz ein Kosmetikstudio für Microneedling?"
So finden Sie heraus:
Wird Ihr Unternehmen genannt?
Wenn ja: Bei welchen Fragen?
Wenn nein: Wer wird stattdessen genannt?
Und noch wichtiger: Warum?
Damit beginnt die eigentliche Analyse.
Warum wird mein Unternehmen von ChatGPT nicht genannt?
Genau diese Frage soll der Audit beantworten.
Zu wissen, dass Ihr Unternehmen bei einer relevanten Kundenfrage fehlt, ist der erste Schritt.
Interessant wird der Vergleich.
Was haben die genannten Unternehmen, was Ihrem fehlt? Welche Informationen findet die KI über Ihre Wettbewerber? Welche Quellen nutzt sie für ihre Antwort? Und welche davon spielen bei Ihrem Unternehmen bisher keine Rolle?
So lässt sich Stück für Stück nachvollziehen, warum die KI andere Unternehmen nennt.
Und was Sie ändern müssen, damit Ihr Unternehmen die passende Antwort auf die Kundenfrage wird.
Reicht es, meine Website für die KI zu optimieren?
Nein. Aus einem einfachen Grund: „Die KI" gibt es nicht.
ChatGPT, Gemini, Perplexity, Google AI Overviews und Copilot sind unterschiedliche Systeme. Und sie kommen auf unterschiedlichen Wegen an aktuelle Informationen aus dem Web.
Copilot nutzt für seine Websuche Bing. Google AI Overviews ist Teil der Google-Suche. Gemini kann aktuelle Informationen über Google Search beziehen. Perplexity betreibt eine eigene Suchinfrastruktur. ChatGPT Search wiederum nutzt Suchanbieter von Drittanbietern und Inhalte von Partnern.
Die Folge: Ihr Unternehmen kann bei derselben Kundenfrage von Google AI Overviews genannt werden, bei Perplexity fehlen und in Gemini wieder auftauchen.
Eine für die KI-Suche optimierte Website ist ein Anfang. Wer in verschiedenen Systemen gefunden werden will, braucht mehr.
Und was hat Google damit zu tun?
Viel.
Kunden suchen weiterhin über Google. Die klassischen Suchergebnisse sind nach wie vor relevant. Für regionale Unternehmen kommen lokale Suchergebnisse und Google Maps hinzu.
Außerdem ist Google mit Google AI Overviews selbst Teil der KI-Suche und beantwortet Suchanfragen direkt innerhalb der Google-Suche.
Und Google Search liefert anderen KI-Anwendungen Informationen. Gemini zum Beispiel bezieht aktuelle Informationen über Google Search.
Google ist damit gleich mehrfach relevant: als klassische Suchmaschine, für die lokale Unternehmenssuche, mit einem eigenen System für die KI-Suche und als Informationsquelle für andere KI-Systeme.
Die Optimierung ausschließlich auf ChatGPT & Co. zu verlagern, greift deshalb zu kurz.
Eine Website muss heute in beiden Welten funktionieren: in der Google- und in der KI-Suche.
Kann ich für alle relevanten Kundenfragen optimieren?
Kaum.
Anders als bei der klassischen Keywordrecherche gibt es in der KI-Suche nicht die eine Formulierung.
Ein Kunde fragt:
„Welchen Steuerberater in Saarbrücken kannst du für ein kleines Unternehmen empfehlen?"
Der nächste sucht:
„Wer kennt sich in Saarbrücken mit der Buchhaltung für kleine Unternehmen aus?"
Und ein dritter beschreibt erst sein Problem und fragt anschließend nach einem passenden Steuerberater.
Gleicher Bedarf. Unterschiedliche Fragen.
Dazu kommen unterschiedliche KI-Systeme, unterschiedliche Informationsquellen und – je nach Unternehmen – eine ganze Menge möglicher Leistungen, Probleme und Kundenbedürfnisse.
Es ist unmöglich, jede Kundenfrage vorherzusagen und darauf zu optimieren.
Sie brauchen also eine Auswahl.
Welche Fragen stellen potenzielle Kunden wahrscheinlich? Welche Varianten tauchen immer wieder auf? Welche davon passen tatsächlich zu den Leistungen des Unternehmens?
Dafür gibt es Recherchetools und vorhandene Suchdaten. Man kann Fragen systematisch in verschiedenen KI-Systemen testen. Und die KI selbst eignet sich hervorragend, um mögliche Fragen, Formulierungen und Varianten zu identifizieren.
So entsteht nach und nach ein Set aus relevanten Kundenfragen, auf die sich Inhalte gezielt ausrichten lassen.
Damit können Sie daran arbeiten, dass Ihr Unternehmen bei den wichtigen Kundenfragen zur passenden Antwort wird.
Was passiert nach dem KI-Sichtbarkeits-Audit?
Dann wird aus Analyse Optimierung.
Zuerst das Wesentliche:
Unternehmensprofile vervollständigen. Widersprüchliche Angaben korrigieren. Technische Probleme beheben.
Das ist das Pflichtprogramm.
Dann folgt der Content.
Der Audit zeigt, welche Fragen potenzielle Kunden stellen und bei welchen davon Ihr Unternehmen als Antwort fehlt. Genau diese Informationen lassen sich mit neuen oder überarbeiteten Texten gezielt aufgreifen.
Eine Leistungsseite kann mehr, als nur eine Leistung zu beschreiben.
Sie kann konkrete Kundenfragen beantworten. Besonderheiten erklären. Voraussetzungen nennen. Leistungen mit einem Standort verbinden. Unterschiede deutlich machen. Und Informationen liefern, die einer KI helfen zu verstehen, warum Ihr Unternehmen bei genau dieser Frage die passende Antwort ist.
Soll ich also nur noch für KI optimieren?
Absolut nicht. Denn Website-Texte bleiben auch für die klassische Google-Suche relevant. Eine Entscheidung für KI gegen Google oder umgekehrt ist nicht nötig. Texte können gleichzeitig für Google und die KI optimiert werden.
Für die KI liefert der Text konkrete Antworten und Informationen. Für Google wird er auf relevante Suchanfragen und die klassischen Suchergebnisse ausgerichtet.
Welche Inhalte für die Optimierung auf beide Suchsysteme sinnvoll sind, lässt sich nach dem Audit gezielt entscheiden.
Erst die Grundlagen. Dann die Fragen, bei denen Ihr Unternehmen die Antwort werden soll.